Eaysphone Cup in Belgien – 15.03.2015

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Hallo liebe Leute,

David und ich waren am 15.3. in Belgien zum ersten Lauf des Easyphone-Cup. Eigentlich sollte Matthias noch mitkommen, aber er hatte am Freitag noch eine heftige Erdung mit Lädierung der Hand.

Legen wir an dieser Stelle eine Schweigesekunde für den Pechpilz ein.

Also sind wir am Sa-Nachmittag mit vollgestopftem Auto nach Enneux, direkt neben Lüttich. Vollgestopft war es, weil wir endlich mal zelten wollten, wie man das so macht als echter Wettbewerbsfahrer, Festivalbesucher…. Vorher noch ne kleine Schrecksekunde auf der Autobahn! Was passierte? Der Heckträger (auf der Anhängerkupplung) meinte plötzlich nach hinten klappen zu müssen! Und das bei 150 auf der linken Spur! Verdammte Scheisse, schon wieder den Sicherungshebel nicht umgelegt!

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Diesmal also nicht wie in Willingen nen 5-Sterne-Bunker, kein breites Bett, keine Dusche, keine Heizung, kein Frühstücksbuffet, kein Klo(!!!!). Naja, das Zelt war dicht (weil neu) und die Schlafsäcke warm (weil dick). Neben uns hat nur noch ein Fahrer aus Duisburg im seinem Camper übernachtet, die anderen Teilnehmer sind erst am morgen angereist. Und weil man hier französich spricht, gehts hier auch etwas gemächlicher und weniger hektisch zu als bei uns zu beobachten ist.

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Ok. also auftstehen, anziehen, frühstücken (kein Kaffee!!!! Nix warmes!!!! Nur Müsli/Joghurt und trockene Brötchen) Langsam sammlte sich die ganze Bande und der Parkplatz wurde voll. Jetzt nochmal zum Thema „kein Klo“! Ähem, man machte sich also diskret auf, um sich schonmal „warmzufahren“. Erleichtert dann zum Check-In bei der Rennleitung. Diese war gut organisiert und ging zügig voran. Unser ärtzliches Attest wollte niemand sehen (umsonst zum Arzt gerannt) Machten wir uns also fertig, stellten ums auf den Hauptplatz und fragten uns: wann geht es los? Bis irgendwann mal ein Fahrer einfach losgefahren ist (ohne Ansage, Startschuss oder sonstwas) und alle anderen  hinterher (gemächlich, es ging steil bergauf im ersten Gang) Naja, ist wohl im Ausland ander als bei uns 🙂 Es ging erstmal ca, 100HM rauf zur ersten Sonderprüfung (SP nenn ich die ab jetzt nur noch). Hier hieß es erstmal „warten“. Am Vorstart wurden alle der Startnummernreihenfolge aufgereit. Das hieß also für David als 154er und für mich als 180er zu starten. Start war dann im 15sec.-Takt. Nachdem wir also auf Betriebstemperatur waren, waren wir dann zum Start der SP wieder saukalt (wir hatten +5°C) und der Puls im Keller. O.k.,nicht heulen,  die Bedingungen sind für alle gleich.

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3,2,1…Start: und jetzt „volle Pulle!“. Treten bis die Kette glüht, nach 50m ne dicke Wurzel, direkt dahinter ca. 30° Linkskurve, alles noch flach,, Trail weiterballern- treten treten treten-. Jetzt wurds ein bißchen bergab,kurvig, rutschig… ein normaler/schöner Singletrail- mit dem Unterschied, daß man hier nicht im Genuss- sondern im  Sprintmodus unterwegs ist! Keine Zeit zum Nachdenken, nur pedalieren und reagieren (kleines Wortspiel). Alles noch CC-mäßig aber: es kam noch anders. Sehr enge/steile 90°+ Kurven, nasse/schmierige/steile Felsabfahrten,  Bachdurchfahrt, schnelle schmierige Lehmkurven mit Laub garniert, steiler Gegenanstieg – hah! Der Typ der 15sec vor mir gestartet ist, ist nur 20m vor mir!!! Geil! Den schnapp ich mir!!! Aber nix da: bei der Schiebepassage waren alle so  dicht beisammen. Oben hat man sich aufs Bike gesetzt (Puls 180+) und wieder den Abstand zum Verfolger hergestellt. Treten, Bremsen, rutschen…. irgendwann kam die Zielgerade (vorher nochmal 100m Sprint/flach) und  nach 4:30.71 war die erste SP zu Ende. Puls: gefühlt über Max.!!!

Dann kurbelten wir gemütlich zur nächsten SP. Auch hier wieder „warten“ und „frieren“. Bis zur Mittagspause hatten wir die SP1 und SP2 je 2x zu fahren.

12:00 Uhr: „Essen ist fertig!!!“ Dann gabs Pasta für alle. Tolle Sache: man traf sich zum gemeinamen Essen am Start/Zielpunkt.Und lecker wars auch. Top Orga!

Danach nahm dann irgendwer wieder das Rennen auf (jaja, es ist Eigenverantwortung gefragt!) und man kurbelte die Nudeln in Richtung SP3 weg. Hier wieder „warten und frieren“ und zusätzlich kam die Mittagsschläfrigkeit. Wir hingen an einem Holzbalken und hatten gegen den Schlaf zu kämpfen. Kurz kam die Idee, einafch zum Auto zurück und schlafen. Komischen Wahnvorstellungen , tststs. War das was komisches in den Nudeln?

Also: Start zur SP3: eisekalt, Puls im Keller, aber das war nach nur 2:16:03 wieder ganz anders. Puls oben, Schweiß lief aus dem Helm, es war plötzlich gaaaar nicht mehr kalt! Und schläfrig auch nicht mehr!. So gings dann weiter: SP4, SP3 nochmal, SP4 nochmal, Ende!. Insgesamt sind wir geschätzte 700…800HM und 30km gefahren.

Total platt gönnten wir uns noch ne Wuäst und ’n Bierchen und ab gings nach Hause.

Was soll man sagen: alles in Allem eine schnucklige Veranstaltung, gut organisiert (bis auf „kein Klo“ und die langen Wartezeiten). Die Sonderprüfungen waren nichts für Anfänger und wurden Ihrem Namen wirklich gerecht. Der fahrerische Anspruch ist durchaus gegeben (man bedenke: man ist im Rennmodus, keine Zeit zum Überlegen).

Wer noch Fragen hat: der melde ich sich einfach. Es finden noch weitere Veranstaltungen statt. Zwei davon auch wieder bei Lüttich/Liege.

Kosten: 35 Euro, 5 Euro Tageslizenz, 5 Euro Startnumemrntafel.

Veranstaltungen: http://www.vtt-patricmaes.be/competitions/calendrier

Ergebnisse: http://www.vtt-patricmaes.be/images/vttpm/documents/150315-esneux-classement.pdf

 

von Michael F.

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